Harbour Handcraft – Herstellungstechniken

Die Sattlernaht

Die Sattlernaht ist eine traditionelle Nähtechnik der Lederverarbeitung für sehr haltbare und schöne Nähte. Sie wird manuell gemacht und gilt als eine der aufwändigsten, aber besten Art, Leder zu nähen.

Für die Sattlernaht werden die Löcher manuell gestanzt. Genäht wird mit einem Faden, aber zwei Nadeln, welche abwechseln zum Einsatz kommen. Der Leinen- oder Baumwollfaden wird für die Verarbeitung gewachst. Charakteristisch für die Sattlernaht sind die schrägen, diamantförmigen Nahtlöcher, durch die die Naht eine schöne «Treppung» bekommt. Sowohl das Aussehen als auch die Festigkeit der Naht werden maschninell nicht erreicht.

Harbour Handcraft näht seine Lederwaren vorwiegend mit dem Sattlerstich. Dabei achten sie besonders auf die Eleganz der Fadenführung und die Zuverlässigkeit der Naht. Jeder Stich ist durchdacht und hat die ideale Grösse.

Der Rillenzieher (Edge Heat Creasing)

Die dunklere Linie, die man oftmals am Rand des Leders sieht, wird von Hand mit einem speziellen, in der Regel erhitzten Werkzeug gezogen. Sie dient der Dekoration und verleiht dem Produkt eine wertige, raffinierte Ästhetik. Die Technik stammt aus der Sattlerei, wo sie verwendet wurde, um die Kanten des Leders zu «backen», was die Wasseraufnahme verringern sollte.

Polierte und gewachste Kanten

Um die Kante vor Feuchtigkeit zu schützen und ihr einen schönen Glanz und eine dichte Struktur zu verleihen, polieren die Handwerker von Harbour Handcraft sie mit Bienenwachs. Anschließend tragen sie eine Schicht aus einer Mischung verschiedener Wachse und Öle auf, um die Kante noch besser zu schützen. Das kostet zwar viel Zeit, aber im Ergebnis erhält die Kante des Produkts eine tiefe, satte Farbe und einen seidigen Glanz, der lange Zeit erhalten bleibt.